Elektronische Gesundheitskarte: Lebenssituation von Flüchtlingen verbessern

Pressemitteilung: Kreistag soll Einführung der elektronischen Gesundheitskarte beschließen

Die Fraktion von Grüne-Piraten-Linke im Gifhorner Kreistag stellt für die Kreistagssitzung am kommenden Mittwoch (22.6.) einen Antrag auf Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) nach dem sogenannten „Hildesheimer Modell“. Dieses Modell verbessert nach Ansicht der Fraktion die Lebenssituation erkrankter Flüchtlinge erheblich.

Während bisher ein erkrankter Flüchtling beispielsweise aus Brome den langen Weg zur Kreisverwaltung nach Gifhorn beschreiten muss, um sich dort eine Genehmigung für einen Arztbesuch zu holen, dann den langen Rückweg – in der Regel via ÖPNV, wenn vorhanden – antreten muss, um dann noch am gleichen Tag endlich bei seinem Arzt in Brome vorstellig zu werden, soll sich mit Einführung der Gesundheitskarte dieser Weg erübrigen“, erläutert der Fraktionsvorsitzende Fredegar Henze.

Die Verwaltung lehne jede Veränderung der augenblicklichen Verfahrensweise ab und argumentiere mit erhöhten Kosten. „Wir sind nicht der Auffassung, dass das Hildesheimer Modell dem Landkreis Mehrkosten verursachen wird, es wird eher billiger werden,“ so Klaus Rautenbach, Sozial- und Gesundheitsexperte der Fraktion. Hier gehe es der Fraktion aber nicht nur um Geld, sondern um die unzumutbaren Bedingungen für erkrankte Flüchtlinge. Diese Bedingungen spielen für die Verwaltung offenbar keine Rolle.

Dabei bleibe auch nach der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte der eingeschränkte Behandlungsumfang bestehen. „Es werden weiterhin nur Kosten für akute Erkrasnkungen, für Schmerzzustände und für die Vorsorge für werdende Mütter übernommen. Das legt schon das Asylbewerberleistungsgesetz fest“, teilt Henze mit.

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