Sicherstellung der Kindertagesstättenbetreuung

TOP 19 der Kreistagssitzung am 21.06.2017
Rede: Klaus Rautenbach zur Sicherstellung der Kindertagesstättenbetreuung

Klaus Rautenbach

 Wir sind ausgesprochen froh, dass die Tatsache wieder in den Fokus geraten ist, dass der Landkreis in vollem Maße verantwortlich für die Planung der Kindertagesstättenbetreuung ist – mit allen Konsequenzen, auch mit der Konsequenz, verklagt zu werden, wenn eine Gemeinde der Auffassung ist, es bestehe kein Bedarf und man könne mal schnell einen Träger durch die Verweigerung von Zuschüssen in die Knie zwingen.

Wo kommt der Wandel in der Bewertung her?

  • In vielen Kommunen haben wir Mangelsituationen – es wird knapp mit den Plätzen
  • Durch schnelles und manchmal kopfloses Agieren wird reagiert – teilweise mit Provisorien
  • Eine vorausschauende Planung hat es nur bedingt gegeben, es wurden zwar Geburten berücksichtigt, oft aber nicht Zuzüge, auch nicht, wenn nicht bei Baugebieten, die die Kommune selbst verantwortet, ganz selten eine Veränderung des Nutzungsverhaltens

Hier hat aus unserer Sicht der Landkreis die Kommunen an einer manchmal zu lockeren Leine gelassen.  Deshalb ist es erfreulich, wenn der Landkreis die Steuerung des Planungsprozesses stärker übernimmt

Das zu erarbeitende Konzept sollte sich dabei an bestimmten notwendigen Rahmenbedingungen orientieren:

  • Vorausschauende Planung, auch über die Grenzen der Kommunen hinaus
  • Ortsnahe Kitas
  • Trägervielfalt
  • Bei der quantitativen nicht die qualitative Entwicklung vergessen
  • Elternbeiträge
  • Öffnungszeiten, die nutzerfreundlich sind – auch der Städte- und Gemeindebund sieht auch Zunahme beim Ganztagsbedarf

Ich fände es schade, wenn die Gruppe nur den quantitativen Aspekt in den Vordergrund stellt, aber ich freue mich, dass endlich Bewegung in die Planungslandschaft kommt

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