Stellungnahme B90/Die Grünen, Fraktion im Rat der Stadt Gifhorn zu: Wie kaputt sind die 20.000 Bäume der Stadt Gifhorn wirklich? Artikel Gifhorner Rundschau vom 24.01.2026

🌳 Warum Gifhorn ein vollständiges Baumkataster braucht

Die vollständige Erfassung aller städtischen Bäume ist kein Luxusprojekt, sondern ein notwendiger Schritt für Sicherheit, Klimaanpassung und eine vorausschauende Stadtentwicklung.

Anke Klitzke

Anke Klitzke, Ratsfrau B90/Die Grünen, bringt es klar auf den Punkt: „Die Stadt trägt eine gesetzliche Verkehrssicherungspflicht. Wir müssen wissen, in welchem Zustand unsere Bäume sind – alles andere wäre fahrlässig.“

Sensible Orte brauchen besondere Aufmerksamkeit

Viele Bäume stehen dort, wo Menschen – vor allem Kinder – sich täglich aufhalten:

  • an Straßen
  • auf Spielplätzen
  • in Schulhöfen
  • auf Kita-Grundstücken
Hagen Schink

Gerade hier muss jederzeit klar sein, ob ein Baum gesund, geschwächt oder gefährlich ist. „Unwissenheit schützt nicht – sie gefährdet Menschen“, so Hagen Schink Vertreter im Ausschuss Schule und Kindertagesstätten.

Klimawandel wirkt längst vor Ort

Die letzten Jahre haben gezeigt, wie stark extreme Wetterereignisse unseren Baumbestand treffen: Stürme, Trockenheit, Hitze, Pilzbefall und Schädlinge haben viele Bäume geschwächt oder absterben lassen. Diese Entwicklung wird sich weiter verschärfen.

Ein aktuelles Kataster ist deshalb unverzichtbar, um rechtzeitig handeln zu können – besonders an Orten, an denen Kinder und Familien unterwegs sind.

Grundlage für Biodiversität und Stadtnatur

Für eine wirksame Biodiversitätsstrategie und kommende Stadtnatur-Pläne braucht Gifhorn belastbare Daten. Ohne Ersterfassung lässt sich weder Klimaanpassung noch Artenvielfalt seriös planen.

Kosten sind kein Argument gegen Sicherheit

Seit 2022 lagen die Schadensfälle bei rund 23.000 €. Das klingt wenig – aber ein einziger Personenschaden im Jahr 2026 hätte gravierende menschliche und finanzielle Folgen.

„Prävention ist immer günstiger als Reparatur – und sie schützt Menschenleben“, betont Dustin Rösemann ebenfalls Ratsherr der Stadt.

Gut investiertes Geld

Die zusätzlichen Mittel für die Ersterfassung schaffen:

  • Rechtssicherheit
  • bessere Pflegeplanung
  • vorausschauendes Handeln
  • Schutz unseres Stadtgrüns
  • mehr Sicherheit für alle Gifhornerinnen und Gifhorner

Auch Rösemann und Schink haben in den Beratungen deutlich gemacht, dass eine professionelle Grundlage für Baumpflege und Risikomanagement notwendig ist – und dass ein modernes Baumkataster genau diese Grundlage schafft.

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