5. Mahnwache in Brome

Liebe Freundinnen und Freunde,

seid Ihr bereit, das Risiko einer Reaktorkatastrophe wie in Fukushima zu tragen? Nein? Müsstet Ihr aber! Denn keins der 17 Atomkraftwerke in der
Bundesrepublik hat eine vernünftige Haftpflichtversicherung. Die finanziellen Schäden im Katastrophenfall übernimmt also keine Versicherung
und kein Energiekonzern. Stattdessen muss die Allgemeinheit haften.Welches Ausmaß diese Schäden haben, können wir momentan in Japan erahnen.

Schlichtweg inakzeptabel, finden wir. Wer AKW betreiben will, muss auch das Risiko eines Super-GAU selbst tragen! Deshalb fordern wir mit einer
Unterschriften-Aktion, die Atom-Konzerne in die Pflicht zu nehmen:Bundesregierung und Bundestag müssen für alle AKW eine ausreichende
Haftpflichtversicherung vorschreiben. Andernfalls müssen die Reaktoren sofort vom Netz. (Und der Trick dabei: Wird die Versicherung angeordnet,
dann sind die AKW so unrentabel, dass sie die Betreiber freiwillig stilllegen.)

Gleichzeitig wird immer deutlicher, wie wenig die Lippenbekenntnisse der Koalition wert sind. Während Merkel noch immer die „Abschaltkanzlerin“
markiert, rudern jetzt CDU-Fraktionschef Kauder und FDP-Generalsekretär Lindner zurück und wollen vom schnellen Abschalten nichts wissen. Unser
Druck ist also weiter dringend nötig. Deswegen am besten sofort unsere Erklärung unterschreiben, noch mehr Unterschriften dafür sammeln und dann
zum Tschernobyltag am 25. April raus auf die Straße!

Herzliche Grüße von
Christiane Knoppe
und dem ganzen .ausgestrahlt-Team

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