Gorleben

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Grünen besuchen das Erkundungsbergwerk Gorleben

Mitglieder des Ortsverbandes Gifhorn von Bündnis 90 / Die Grünen besuchen das Erkundungsbergwerk für radioaktive Abfälle in Gorleben

OV Gifhorn in Gorleben

OV Gifhorn in Gorleben

Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Viola von Cramon von Bündnis 90 / Die Grünen besuchten Mitglieder des Ortsverbandes Gifhorn das Erkundungsbergwerk in Gorleben.

Auf dem Besuchsprogramm stand neben ausführlichen Informationen und Diskussionen eine Fahrt unter Tage auf 800 m Tiefe. Neben der Wärme von über 20° C bemerkten alle Teilnehmer den salzigen Geschmack in der Bergwerksluft.

Seit 1979 werden am Bergwerk Erkundungsarbeiten durchgeführt, um zu prüfen, ob der Standort als Endlager geeignet sein könnte.  Radioaktiven Abfall kann man nach dem heutigen Stand der Technik in Salzformationen, wie z.B. in Gorleben, in Tonerden oder Granitgestein einlagern. Die Vor- und Nachteile wurden detailliert und für den Laien

nachvollziehbar von den Mitarbeitern dargestellt.

In den Diskussionen klang immer wieder an, dass es dringend nötig wäre, weitere Standorte zu erkunden, um den wirklich besten Ort für ein Endlager festzulegen.

Die Information, dass die im Zwischenlager deponierten Castoren dort noch                     mind. 30 – 40 Jahre verweilen müssen, bis die Temperatur im Inneren von 400°C auf 200°C abgesunken ist, versetzte einige Teilnehmer in ungläubiges Erstaunen.

Die Besichtigung des Erkundungsbergwerkes war insgesamt sehr informativ und die Mitarbeiter haben neutral über die anstehende Situation Auskunft gegeben.

Das flaue Gefühl im Magen konnte jedoch nicht beseitigt werden, wenn man bedenkt, dass hier Entscheidungen getroffen werden, die Auswirkungen auf bis zu einer Million Jahre haben werden.

Auch wenn wir schnellstmöglich aus der Kernenergie aussteigen, so bleibt uns doch der radioaktive Müll erhalten, wir können jedoch alle dafür sorgen, dass es nicht noch viel mehr wird.

 

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