Einsatz von Glyphosat im Landkreis Gifhorn

Kreistagsfraktion Gifhorn

Kreistagsfraktion Gifhorn

Fraktion Grüne-Piraten-Linke fragt nach:

Glyphosat ist das weltweit am meisten eingesetzte Herbizid. Auch in Deutschland werden in den letzten Jahren regelmäßig über 5000t Glyphosatwirkstoff abgesetzt, mehr als einem Viertel des Gesamt-Herbizid-Aufwands. Glyphosat wird nicht nur in der Landwirtschaft angewendet, sondern auch auf Kommunalflächen und von Privatanwendern.

„Unsere Recherchen haben ergeben, dass insbesondere die Anwendungen in öffentlichen Grünanlagen sowie im Umfeld von Spiel- oder Sportplätzen nicht ohne Risiko sind“, sorgt sich der Fraktionsvorsitzende Fredegar Henze. Die landwirtschaftliche Nutzung könne zum einen Menschen und Tiere direkt betreffen. Zum anderen könne sie zu Wirkstoff-Rückständen in Lebensmitteln führen. Der Wirkstoff könne zu Erbgutschädigungen und einem erhöhten Krebsrisiko führen. Das hätten neue wissenschaftliche Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ergeben. „Da gibt es eigentlich nur Eines“, so Henze, „nämlich den Einsatz des Wirkstoffes Glyphosat sofort zu beenden.“

Um zu erfahren, ob auf den im Besitz des Landkreises befindlichen Flächen Mittel mit dem Wirkstoff Glyphosat eingesetzt werden, verfasste die Kreistagsfraktion Grüne-Piraten-Linke eine entsprechende Anfrage. Gefragt wird nicht nur nach Glyphosat, sondern nach dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln insgesamt. „Schön wäre es, wenn die Kreisverwaltung bereits Maßnahmen ergriffen hätte, beispielsweise durch den Einsatz nicht-chemischer Methoden,“ gibt sich Henze zuversichtlich.

Mit freundlichen Grüßen
Uwe Schiller

Fraktionsgeschäftsführer Grüne-Piraten-Linke

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