Pressemitteilung: Keine Verwendung von Glyphosat durch den Landkreis

Auf Grünflächen, Verkehrsbereichsflächen, Sport- und Spielflächen oder auf anderen kommunalen Flächen in öffentlicher Nutzung, die vom Landkreis zu bewirtschaften sind, werden nach Auskunft der Kreisverwaltung glyphosathaltige Herbizide nicht eingesetzt. Diese erfreuliche Mitteilung erreichte die Fraktion Grüne-Piraten-Linke im Gifhorner Kreistag nach einer entsprechenden Anfrage. „Wir wollten wissen,“ so der Fraktionsvorsitzende Fredegar Henze, „ob – und wenn ja in welchen Mengen – das nach Auffassung der WHO krebserregende Mittel eingesetzt wird.“ Im Schreiben der Verwaltung heißt es, dass „die Haus- und Hofkolonne des Landkreises Gifhorn bereits seit 20 Jahren kein Roundup bzw. andere Mittel mit Glyphosat oder anderen Herbiziden mehr einsetzt“.

Auf eine weitere Frage, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Flächen des Landkreises  in den letzten zwei Jahren betraf, antwortete die Verwaltung, dass „im Auftrag des Landkreises keinerlei Mengen an Pflanzenschutzmitteln ausgebracht wurden“. Allerdings betreffen diese Aussagen nur Flächen, die nicht verpachtet sind. Ob auf verpachteten Flächen Pflanzenschutzmittel verwendet werden, konnte nicht gesagt werden. „Die Antworten sind beruhigend,“ resümiert Henze, „es ist schön zu hören, dass die Mitarbeiter des Landkreises schon seit vielen Jahren verantwortungsvoll mit unseren öffentlichen Flächen umgehen.“

Anders als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte kürzlich die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (efsa) entschieden. Die empfahl der EU, Glyphpsat des Herstellers  Monsanto für weitere zehn Jahre zuzulassen. Die Grünen sehen diese Empfehlung kritisch, weil bei der Entscheidung der efsa – anders als bei der WHO – keine eigenen unabhängigen Untersuchungen vorgenommen wurden seien. Man habe sich lediglich auf industrieeigene Gutachten gestützt.

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