Stefanie Weigand in den Bundestag

Bewerbung um die Bundestagskandidatur 2017 für den Wahlbereich Peine/Gifhorn für Bündnis 90/Die Grünen

Stefanie Weigand

Stefanie Weigand

Stefanie Weigand, Jahrgang 1965, verheiratet,
vier Töchter, zwei Enkeltöchter,
Sprecherin des Kreisverbandes Peine,
Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Ilsede
Sozialarbeiterin (B.A.)

Warum ich eure Kandidatin sein will?

Politisches Interesse begleitet mich mein ganzes Leben. Zuerst war der Blick eher diffus und auf die Ungerechtigkeiten und Missstände der engeren und weiteren Welt um mich herum gerichtet, doch der 26.04.1986 hat (auch) mein Leben nachhaltig verändert. Die Gefahren der Atomkraft waren noch nie so deutlich spürbar wie zu dieser Zeit, als wir überlegten, ob unsere beiden kleinen Kinder draußen spielen dürften oder nicht, das Studium der aktuellen Becquerel-Zahlen zum wichtigsten Tagesgeschehen wurde und wir jede Regenwolke mit Sorgen betrachteten. Vorher kannte kein Mensch den Ort „Tschernobyl“, seitdem steht der Name für die atomare Katastrophe. Von da an wurde es zu einer existentiellen Notwendigkeit, sich politisch zu engagieren. Dass ich meine politische Heimat bei den Grünen gefunden habe liegt daran, dass sich hier die Themen, die mir am Herzen liegen, besonders deutlich abbilden. Atomare Bedrohungen gehören nicht der Vergangenheit an, die ungelöste Frage zum Umgang mit den Altlasten, die schon vorhanden sind oder täglich neu produziert werden, ist nur ein Beispiel für die Aktualität der Problematik rund um die „friedliche Nutzung der Kernenergie“. Und die Gefahr eines neuen Super-GAUs irgendwo in Europa bleibt, auch wenn Deutschland aus dieser unkalkulierbaren Energieerzeugung auf Dauer aussteigt. Gerade in unserer Region, in der sich Zwischen- und Endlager für atomare Abfälle ballen, müssen wir uns weiterhin stark machen für verantwortungsvolle Lösungen!

Zu den größten Herausforderungen, denen wir uns heute stellen müssen, gehören zweifelsfrei die dramatischen Folgen der Klimaerwärmung und die immer weiter
auseinanderdriftende gesellschaftliche Schere. Die Rede von Graeme Maxton, dem Generalsekretär des Club of Rome, die er als Gastredner auf unserer grünen BDK in Halle im
November 2015 gehalten hat, hat anschaulich verdeutlicht, wohin dieser Weg führt, wenn nicht endlich ein Umdenken einsetzt. Alternative Konzepte, ob in der Sicherung des
würdigen (!) Lebensunterhalts für alle Generationen, der Mobilität, der Ökologie, der Ökonomie und der Energiepolitik, müssen als Gegenentwurf zu einer rein auf Wachstum
fokussierten Politik entwickelt, angeboten und umgesetzt werden- darin sehe ich unsereAufgabe als Grüne im nächsten deutschen Bundestag! Diese tragfähigen und nachhaltigen
Konzepte brauchen wir auf allen Ebenen- kommunal, regional, bundesweit, europaweit und für unsere ganze Welt! Nur mit einer gerechteren Verteilung der Ressourcen und einem
Stoppen der dramatischen Folgen des Klimawandels können lebenswerte Lebensräume erhalten werden, in denen Menschen für ihren Lebensunterhalt sorgen können und nicht in
die Emigration gezwungen werden. Die internationalen Klimaschutzabkommen, um die jahrelang mühsam gerungen wurde, müssen gerade jetzt mit Nachdruck geschützt, weiter
ausgebaut und durchgesetzt werden. Der Regierungswechsel in den USA zeigt, dass Populismus zurzeit weltweit mehrheitsfähig ist und mit nationalistischen, rassistischen und frauenfeindlichen Botschaften entscheidende Wahlen gewonnen werden können. Eine der wichtigsten Aufgaben in der nahen Zukunft wird es sein, populistische Konzepte der „einfachen Lösungen“ zu entzaubern und Menschen (wieder) Perspektiven zu bieten, die sie mit Zuversicht in die Zukunft blicken lassen, ohne Hass und ohne Spaltung.

In den beiden Landkreisen Peine und Gifhorn gibt es eine Vielzahl von Aufgaben und Themen, die uns als Grüne beschäftigen. Hier will ich mit euch gemeinsam Schwerpunkte für
den Wahlkampf und die Zeit danach setzen, um so unsere Anliegen und Positionen in der Öffentlichkeit, auf Podien oder in Fußgängerzonen gut zu vertreten. Mit eurer Unterstützung werde ich mich in diesem Wahlkampf stark machen für den Schutz unserer Umwelt, für mehr soziale Gerechtigkeit, für ein GUTES Leben, so wie Martha C. Nussbaum und Amartya Sen es in ihren ökonomischen Konzepten definieren, hier in Peine, in Gifhorn, in Niedersachsen und im Rest der Bundesrepublik.

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