Klimaschutz

Fridays for Future im Landkreis Gifhorn erfolgreich:

Auch der Landkreis Gifhorn legt langfristige Klimaschutzziele fest

Arne Duncker, der umweltpolitische Sprecher der GRÜNEN Kreistagsfraktion, ist begeistert:

„Pünktlich zum bundesweiten Aktionstag von Fridays for Future bekennt sich auch der Landkreis Gifhorn zu den Zielen des Masterplans 100% Klimaschutz für den Großraum Braunschweig. Es ist aber auch höchste Zeit, diese Diskussion hätte bereits längst im öffentlichen Fachausschuss geführt werden müssen, schade, dass sie jetzt quasi als Schnellschuss nicht öffentlich im Kreisausschuss Thema wird!“

Auch der Vorsitzende der Kreistagsfraktion Klaus Rautenbach freut sich:

„Dass von der Mehrheit des Kreistages einmal die hohe Bedeutung des Klimaschutzes verstanden wird und der Landkreis als Initiator, Motivator und Moderator für die Kommunen wirken will, kommt für uns Grüne doch sehr überraschend. Vermutlich ist dem Landrat nicht geläufig, dass einige Kommunen im Landkreis sich längst selbständig auf den Weg gemacht haben und im Klimaschutz weiter sind als der Landkreis selbst. Außerdem haben die Grünen bereits seit 2016 versucht, eine Klimaschutzmanagerin im Stellenplan des Landkreises zu installierten und sind immer an der Mehrheit im Kreistag gescheitert. Auch die Anträge auf eine Infrastruktur für E-Fahrzeuge, für die Umstellung des Landkreisfuhrparks oder auch für Photovoltaik auf landkreiseigenen Dächern sind immer wieder blockiert worden, obwohl es bereits seit 2007 einen Grundsatzbeschluss zur Ausstattung von Landkreisgebäuden mit Photovoltaik gibt. Außerdem fehlt es im Landkreis an einer ambitionierten energetischen Gebäudesanierung, obwohl ein Klimaschutzteilkonzept für landkreiseigene Gebäude vorliegt. Aber im Landkreis Gifhorn dauert alles ein wenig länger und der Vorteil der nahenden Kommunalwahl ist es, dass Vorschläge der Opposition Eingang in die Entscheidungsprozesse der Mehrheit finden“.

Rüdiger Wockenfuß, in der Kreistagsfraktion Spezialist für Photovoltaik und energetische Sanierung, ist das Ergebnis wichtig, das am Ende stehen muss:

„Die Einstellung einer Klimaschutzmanagerin ist ein Schritt, ich bin aber gespannt, ob die von der Klimaschutzmanagerin vorgeschlagenen Maßnahmen bei der gegenwärtigen Mehrheit auch umgesetzt werden!“

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