Pressemitteilung

Zum Hubschraubereinsatz bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners äußert sich der umweltpolitische Sprecher der Bündnisgrünen Kreistagsfraktion Dr. Arne Duncker: „Und wieder fliegt der Hubschrauber und bringt großflächig ein Biozid aus. Ganz so unproblematisch, wie es der Landrat glauben machen will, ist das Verfahren nicht. Immerhin werden die Menschen aufgefordert, während der Befliegung in den Häusern zu bleiben. Naturschutzgebiete und die Nähe von Gewässern sind ohnehin für diese Art der Bekämpfung nicht zugelassen. Wir Grünen haben bereits im letzten Jahr dazu aufgefordert, verstärkt alternative Methoden zu suchen und vorzuziehen.“

Rüdiger Wockenfuß weist auf eine aktuelle Publikation des Umweltbundesamtes hin: „Erst wenn alternative Methoden der Bekämpfung nicht ausreichen, sollen biologische oder chemische Methoden in Erwägung gezogen werden. Es macht den Anschein, dass der Landkreis sich vorrangig auf den Einsatz eines Mittels konzentriert, das auch geschützte Tiere schädigt. Dabei wird anderswo, aber auch hier im Landkreis, schon auf andere Methoden gesetzt. Einige Kommunen hängen Nistkästen auf, um Fressfeinden bessere Möglichkeiten zu gestalten. Auch die Absaugmethode wird genutzt und ist zielführend, in Osloß wurde vor einigen Tagen Nematoden großflächig aufgebracht. Diese Fadenwürmer bekämpfen den Eichenprozessionsspinner sehr wirksam!“

Klaus Rautenbach macht deutlich: „Wir wollen den Eichenprozessionsspinner nicht verniedlichen, wir kennen die allergischen Reaktionen bei vielen Menschen. Gleichwohl erwarten wir, dass mit Umsicht und Augenmaß vorgegangen wird! Auch für den Landkreis Gifhorn sollten die fachlichen Ausführungen des Umweltbundesamt gelten!“

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