Schülerbeförderung während Corona

Offener Brief

Schülerbeförderung während der Corona Pandemie

Sehr geehrter Herr Landrat,

die ersten Informationen über die Schülerbeförderung nach den Sommerferien zeigen auf, dass viele Busse des ÖPNV, die Schüler*innen befördern, wieder sehr voll sind, teilweise auch überfüllt. Das ergibt sich aus der Tatsache, dass die meisten Schulen wieder ihren gewohnten Betrieb aufgenommen. In den Schulen haben die Verantwortlichen mit viel Aufwand und Engagement Hygienekonzepte erstellt, die die Ansteckungsgefahren minimieren sollen. Aus Sicht der Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen ist es da ein Widerspruch, dass Schüler*innen in den Bussen nicht die Möglichkeit zum Abstandhalten haben. In den meisten Fällen werden Schüler*innen aus verschiedenen Lerngruppen einer Schule befördert, oft auch aus mehreren Schulen.

Deshalb wende ich mich an Sie als Verantwortlicher für die Schülerbeförderung im Landkreis an Sie und bitte Sie hier dringend um Abhilfe. Noch in dieser Woche muss gemeinsam mit den Schulen und den Beförderungsunternehmen geklärt werden, wo Handlungsbedarf besteht. Aus unserer Sicht besteht eine dringende Notwendigkeit der Optimierung in all den Fällen, in denen mehr als die Hälfte der Sitzplätze eines Busses besetzt sind. In diesen Fällen müssen durch den Einsatz von Verstärkungsfahrten die Beförderung so gestaltet werden, dass Gesundheitsgefährdungen durch die Busfahrt verhindert werden.

Der höhere finanzielle Aufwand ist aus unserer Sicht gerechtfertigt, es geht um die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlicher. Gerade für die VLG als Gesellschaft des Landkreises muss eigentlich durch den Einsatz weniger Busse und durch den Ferienfahrplan vor den Sommerferien ein nennenswertes Einsparungspotential entstanden sein, sodass Mehrausgaben in den nächsten Monaten möglich sein sollten.

Die Optimierung durch zusätzliche Fahrten soll erst einmal bis zu den Osterferien 2021 befristet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Rautenbach

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