Wahlplakate nach kurzer Zeit zerstört

Wahlplakate Bokensdorf

Für eine faire, demokratische Auseinandersetzung – auch hier bei uns vor Ort

Seit vielen Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich in der Kommunalpolitik – zunächst im Gemeinderat Bokensdorf, inzwischen auch im Rat der Samtgemeinde Boldecker Land. Dieses Engagement lebt vom respektvollen Austausch, von unterschiedlichen Meinungen und davon, dass wir gemeinsam nach den besten Lösungen für unsere Region suchen.

Gerade im Vorfeld der Kommunalwahl am 13. September geht es nicht um abstrakte große Weltpolitik, sondern um ganz konkrete Fragen: Wie gestalten wir unser Zusammenleben hier im Landkreis Gifhorn? Wie bleibt unsere Region lebenswert, offen und zukunftsfähig?

Umso besorgniserregender ist, was in den vergangenen Tagen passiert ist. Nachdem ich erstmals auf eigene Kosten Wahlplakate für meine Kandidatur zum Kreistag angebracht habe, wurden diese innerhalb kürzester Zeit gezielt entfernt und beschädigt. In Weyhausen hing mein Plakat nicht einmal 12 Stunden, in Bokensdorf sind nach 2 Tagen sogar sämtliche Plakate verschwunden. Einige konnten später beschädigt wieder aufgefunden werden.

Das ist kein Kavaliersdelikt. Wer Plakate zerstört oder entfernt, greift nicht nur einzelne Personen an, sondern beschädigt unsere demokratische Kultur vor Ort. Natürlich gibt es unterschiedliche politische Überzeugungen – und das ist gut so. Aber diese Unterschiede müssen im fairen Wettbewerb der Ideen ausgetragen werden, nicht durch nächtliche Aktionen und Sachbeschädigung.

Ich will hier keine vorschnellen Schuldzuweisungen treffen, aber da die vielen Plakate der sogenannten Alternative für Deutschland – welche zuvor in unmittelbarer Nähe zu meinen angebracht wurden – weiterhin in unseren Gemeinden hängen, könnte man Vermutungen über die Gesinnung der nachtaktiven Personen anstellen. Die Aufklärung gehört in die Hände der Polizei.
Klar ist für mich aber: Hass, Einschüchterung und das gezielte Ausschalten politischer Mitbewerber haben in unserer Region keinen Platz.

Gerade in der Kommunalpolitik geht es um Ehrenamt, um Engagement für die eigene Nachbarschaft, für unsere Dörfer und Gemeinden. Wer hier versucht, andere mundtot zu machen, stellt sich gegen das, was unsere Gemeinschaft stark macht.

Ich stehe für einen offenen, respektvollen und demokratischen Austausch – auch und gerade dann, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind. Dafür trete ich an. Und dafür möchte ich mich weiterhin gemeinsam mit euch einsetzen: für ein friedliches, solidarisches und lebenswertes Boldecker Land und den gesamten Landkreis Gifhorn.

Wenn jemand Hinweise zu den Vorfällen geben kann, bitte ich darum, sich an die Polizeistation Weyhausen zu wenden. Zeiten: Nacht vom 13. auf 14.7. in Weyhausen (B188) und in der Nacht vom 14. auf 15.7. in Bokensdorf (K28).

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass unsere Demokratie auch vor Ort stark bleibt.

Norbert Schulze

Artikel kommentieren

Artikel kommentieren