Fritz-Reuter-Schule: Weitere schulische Nutzung durch OHG?

Grüne werben im Otto-Hahn-Gymnasium für Kooperation der Oberstufen

Die Kreistagsfraktion von Grünen-Piraten-Linken will sich dafür einsetzen, dass sich die räumliche Situation im Otto-Hahn-Gymnasium deutlich verbessert. „Wir stellen weiteren erheblichen Sanierungsbedarf fest,“ so der Vorsitzende Fredegar Henze bei einem Besuch seiner Fraktion in der Schule. „Der muss jetzt Zug um Zug endlich abgearbeitet werden.“ Die Grünen wollen das durch die Bereitsstellung von entsprechenden Mitteln im Haushalt 2017 des Landkreises sicher stellen.

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Nach Abschluss der Baumaßnahmen für die neue Mensa müsse auch der Außenbereich neu hergerichtet werden. Hier wünscht sich die Schule eine zeitnahe Neugestaltung der gesamten Flächen, stellten die Grünen bei ihrem Besuch fest. „Die Flächen sind ohnehin sehr gering bemessen, um für so viele Schüler und Schülerinnen Pausen- und Ganztagsaktivitäten möglich zu machen,“ meinte Nicole Wockenfuß, die als Gifhorner Abgeordnete dabei war. Baldmöglichst müsse auch eine zweite Abstellfläche für die vielen Fahrräder geschaffen werden. Darauf wiesen Schülervertreter der Schule hin, die an dem Treffen teilnahmen. „Wir greifen das Anliegen der Schülervertreter auf und werden es der Kreisverwaltung vortragen“, versprach Henze.

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Eine Elternvertreterin klagte, dass es an Räumen fehle: „Es gibt beispielsweise keinen separaten Raum für Eltern-Lehrer-Gespräche. Die müssen in der Pasuenhalle quasi öffentlich stattfinden.“ Auch ein eigener Raum für Musik und einer für Darstellendes Spiel fehle, ergänzte Schulleiterin Susanne Pilarski. Die Schülervertreter bemängelten fehlende Räumlichkeiten für die Oberstufenschüler: „Aus unserer Sicht ist ein Oberstufenraum notwendig, wir haben in Pausen keine Rückzugsmöglichkeiten.“

Schließlich komme hinzu, dass die Schule wieder zu G9, dem Abitur nach 13 Schuljahren zurückkehren werde. „Dann werdern wir um vier weitere Klassenverbände wachsen und brauchen dafür die entsprechenden Räumlichkeiten,“ warb die Schulleiterin weitere Räume ein.

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Die Grünen erfragten das Interesse des OHG an der Nachnutzung der ehemaligen Fritz-Reuter-Realschule und übergangsweisen Herberge für die IGS Gifhorn, die im Sommer in ihr neues Schulgebäude umziehen wird. Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter, so zeigte sich, konnten sich eine Nutzung oder Mitnutzung für das OHG auch wegen dessen räumlicher Nähe sehr gut vorstellen. Das Gebäude ist nur fünf Minuten zu Fuß vom OHG entfernt.

Offen zeigt sich das OHG für eine Kooperation der Oberstufen in Gifhorn, die von der Fraktion ins Gespräch gebracht wurde. „Wir können uns das sehr gut vorstellen“, so Schulleiterin Susanne Pilarski, „und sind bereit, mit den Kollegen des Humboldtgymnasiums und der IGS darüber zu sprechen.“ Das könne zu einer Ausweitung der möglichen Abiturfächer an den Schulen führen. Henze rief dazu auf, bald in solche Gespräche einzutreten. Die Attraktivität des Schulstandortes Gifhorn ließe sich damit deutlich erhöhen.

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