Ohre bei Brome

Naturschutzgebiet Ohre

Die Kreistagsfraktion der GRÜNEN begrüßt die Empfehlung des Ausschusses für Umwelt, Bau, Energie und Regionalplanung den Flusslauf der Ohre unter Schutz zu stellen.

Der Flusslauf der Ohre bekommt im Rahmen des europaweiten Schutzgebietnetzes Natura 2000 den Status eines Naturschutzgebietes auf niedersächsischem Gebiet.

Langfristig wird ein 20m breiter Randstreifen durch Steuerung von Greeningmaßnahmen zu einer Aufwertung führen.

Gerade im nördlichen Gebiet der Ohre wurde das vor gut 100 Jahren ausschließlich vorkommende Grünland heute restlos in Acker umgewandelt. Dieser naturferne Teil dient langfristig der Entwicklung oder Wiederherstellung von naturnäheren Lebensstätten, Biotopen oder Lebensgemeinschaften in der Ohre und den angrenzenden Niederungsbereichen.

Ziel ist es insbesondere das weitgehende Zulassen der vom Biber verursachten natürlichen Auendynamik und das Schaffen von gefahrenfreien Wandermöglichkeiten für den Fischotter entlang des Gewässers.

Der Kreistagsabgeordnete Dr. Arne Duncker musste bei allen positiven Aspekten dennoch einen Änderungsantrag stellen.

Im Bereich Brome, haben die Stellungnahmen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und der Zweckverband Großraum Braunschweig wegen der geplanten Ortsumgehung Brome grundsätzliche Bedeutung. Ein neu aufgenommener Passus stellt sicher, dass dem Bauvorhaben, wenn auch mit Auflagen, grundsätzlich nichts entgegensteht und auch kein Befreiungsverfahren erforderlich wird.

„Diese Baumaßnahme bedeutet einen erheblichen Eingriff in die Natur und führt an dieser Stelle alle Naturschutzbemühungen ad absurdum“ erläutert Dr. Duncker seinen Änderungsantrag auf Streichung dieses Paragraphen. Die Mehrheit des Ausschusses ist dem Antrag der GRÜNEN leider nicht gefolgt.

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