Schauimkerei in einem historischen Bienenwagen

Hankensbüttel/Wittingen. Die Grünen aus Hankensbüttel und Wittingen wollten mit ihrer gemeinsamen Radtour wie immer auch ein politisches Zeichen setzen. Der Ausflug galt diesmal der „Biene“, die inzwischen zum Symboltier für die bedrohte Artenvielfalt geworden sei, so die Sprecherin der Hankensbütteler Grünen Elisabeth Dietz-Schneider. „Was wäre unsere Welt ohne Bienen? Das Bienensterben ist ein Alarmsignal und weist uns darauf hin, in welchem Zustand unsere Umwelt und unsere Gesellschaft ist.“

Deshalb führte die traditionelle Sommertour nach Rade zu einer   42.000 qm großen Streuobstwiese, ein beachtenswertes Umweltbildungs- und Naturschutzprojekt mit großen verständlichen Schautafeln. Der grüne Kreistagsabgeordnete, Christian Schroeder aus Rade, empfing die Radler aus dem Nordkreis und stellte die neueste Errungenschaft auf der Streuobstwiese vor: eine Schauimkerei in einem historischen Bienenwagen. Inzwischen sind dort Bienen aus neun Völkern unterwegs. In seinem Fachvortrag wies Schroeder auf die derzeitigen Bedrohungen der Wildbienen hin.  Das trockene Wetter mache es aber auch den Imkern mit ihren Honigbienen schwer. Auch die Varroa-Milbe stellt eine Bedrohung dar. Die Imker müssten entsprechende Stoffe zur Bekämpfung der Parasiten einsetzen. Er verzichtet möglichst auf Chemie und setzte natürliche Mittel ein. „Aber nicht nur die Trockenheit und die Milbe, sondern auch die Monokultur in der Landwirtschaft machen es den Bienen besonders schwer, Nahrung zu finden. So müssen viele Imker zur Zeit zufüttern.“ so der Wittinger Stadtrat Schroeder.

Danach ging es in das nahegelegene Lüben, wo  das Ende der Werkstattwoche begangen wurde und  Künstlerinnen und Künstler die Ergebnisse ihres einwöchigen Schaffens zeigten. Beim Lübener Verein »Museum im Dorf« ließ man sich Kaffee und selbst gebackenen Kuchen schmecken. Ein besonderer künstlerisches Leckerbissen rundete den Besuch ab: Das Duo „Saela Whim“ präsentierte eigene Kompositionen. Die warme Stimme von Sarah Graefe sorgte für Wohlfühlmomente. Gianluca Calivà zeigte seine ganze Virtuosität an der Gitarre.

 „Wir wollen durch unsere Anwesenheit in Lüben unterstreichen, so der Hankensbütteler Ratsherr Peter Dietz, welch große Bedeutung diese Einrichtung in kultureller Hinsicht für die Grenzregion Altmark und Isenhagener Land hat.“  Ein besonderer Dank gelte den Kunstschaffenden und dem ehrenamtlichen Organisationsteam, die die Werkstattwochen zu einem viel beachteten Leuchtturm im Nordkreis machten.

Elisabeth Dietz-Schneider

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