Radverkehr in der Fußgängerzone

Rede von Nicole Wockenfuß im Rat der Stadt Gifhorn am 22.3.2021

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrter Herr Ratsvorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren der demokratischen Parteien, sehr geehrte Zuhörer*innen,

Mit dem Rad zum Einkauf in die Innenstadt – Konflikte und Potenziale bei der Öffnung von Fußgängerzonen für den Radverkehr. Das ist das Thema bei der probeweise Öffnung der Gifhorner FuZo für Radfahrende.

Fußgängerzonen sind attraktive Ziele für den Radverkehr

In Fußgängerzonen sollen sich zu Fuß Gehende frei bewegen, aufhalten, einkaufen und entspannen können, das war die Idee. Aber auch für den Radverkehr stellen Innenstädte attraktive Ziele oder wichtige Korridore für Radverkehrsrouten dar. Die Konrad-Adenauer-Straße und die Celler Straße sind für den Radverkehr gefährlich und sehr unattraktiv. Außerdem stellen sie bei bestimmten Zielen, die die Radfahrenden erreichen wollen, einen Umweg da. Hier bietet die Durchfahrt durch die FuZo eine Lösung.

Alle Interessen berücksichtigen

Die Öffnung unserer Fußgängerzone für den Radverkehr unterliegt Restriktionen wie der baulichen Gestaltung, insbesondere in engen Bereichen der Innenstadt, der Nutzung der vorhandenen Flächen durch Gastronomie, der Auslagen des Einzelhandels, sowie der Gewährleistung von Sicherheit und Komfort der zu Fuß Gehenden.

Unser Ziel muss sein, den Radverkehr durch die Öffnung der FuZo attraktiver zu machen.

Gut besuchte Infoveranstaltung

Bei der sehr gut besuchten Veranstaltung per Video am 2. März mit ca. 90 Teilnehmenden war die Öffnung der FuZo und die zukünftige Nutzung des Innenstadtringes Thema. An dieser Stelle ein dickes Lob und ein Dankeschön an die Verwaltung, hier insbesondere an Herrn Bley und Frau Klesen für die gute Vorbereitung und den besonders guten Ablauf. Ich denke, ich kann für alle sprechen die dabei waren, es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Danke, weiter so!

Akzeptanz schaffen

Die Freigabe für den Radverkehr in unser Fußgängerzone soll zunächst testweise für ein halbes Jahr erfolgen. Hauptziel hierbei ist die Schaffung von Akzeptanz für die Öffnung bei den Bürger*innen und das Sammeln von Erfahrungen. Außerdem kann dabei auch die Möglichkeit zur Nachbesserung der festgelegten Regelungen untersucht werden. Sollte der Versuch ein Erfolg werden, und davon gehen wir von Bündnis 90/Die Grünen aus, kann es auch weitere Maßnahmen geben, um ein rücksichtsvolles Nebeneinander von Fuß- und Radverkehr zu erwirken. Begleitet werden muss das Projekt auf jeden Fall durch eine gute Öffentlichkeitsarbeit, Gespräche zur Akzeptanzschaffung und sicherlich durch die eine oder andere Umbaumaßnahme.

Rücksichtnahme ist wichtig

Eins ist allerdings schon heute sicher, gibt es keine gegenseitige Rücksichtnahme funktioniert es nicht. Radfahrende müssen Schritttempo fahren, genügend Abstand zu den zu Fuß Gehenden halten und vorausschauend fahren. Gemeinsam bekommen wir Gifhorner*innen es hin! Lassen sie uns starten und es zum Erfolg für alle hier in Gifhorn lebenden Menschen umsetzen!

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren

Verwandte Artikel