Pressemitteilung zum Brand im Großen Moor

Christian Schröder

Zum Brand im Großen Moor bei Gifhorn erklären Christian Schroeder und Imke Byl:

Christian Schroeder, Vorsitzender der Grünen im Kreistag: „Das wichtigste ist jetzt erst einmal, den Brand zu löschen. Das ist bei einem ausgetrockneten Moor denkbar schwer. Unser großer Dank gilt allen Einsatzkräften und der tatkräftig unterstützenden Bevölkerung. Es ist mehr als beachtenswert, was gerade im Großen Moor geleistet wird.

Durch die Klimakrise werden Dürre- und Hitzewellen immer häufiger. Darauf müssen wir uns vorbereiten. Wir müssen mehr Tempo in den Klimaschutz bringen und gleichzeitig den Katastrophenschutz besser ausstatten. Mit einem grünen Antrag zur Erhöhung der Mittel für den Katastrophenschutz um 500.000 Euro haben wir vor kurzem erst die Diskussion im Kreistag erneut angestoßen. Die Einigung sieht nun vor, dass jetzt eine genaue Bedarfsermittlung durch die Verwaltung erfolgt. Unsere Forderung ist klar: der Kreis muss für große Schadenslagen gewappnet sein. Unsere Einsatzkräfte brauchen eine gute Ausrüstung und das passende Gerät.“

„Der Moorbrand hier vor Ort weckt sofort Erinnerungen an den großen Moorbrand bei Meppen. Nur dass wir uns hier sicher sein können, dass die Brandursache keine Raketentests der Bundeswehr waren – und der Moorbrand bei Meppen eine andere Dimension hatte. Entwässerte Moorflächen können gerade bei solchen Hitzewellen schnell in Brand geraten und stellen in Zukunft eine immer größere Gefahr dar. Umso wichtiger ist es für Katastrophenschutz und Klimaanpassung, dass wir unsere Moorflächen schneller wiedervernässen.“ erklärt die grüne Landtagsabgeordnete Imke Byl. „Dazu braucht es eine vereinte Kraftanstrengung von Bund, Land und Kommunen. Die neue grüne Bundesumweltministerin Steffie Lemke hat bereits angekündigt, mehr Gelder für den ökologischen Klimaschutz wie die Moorvernässung bereitzustellen. Auch das Land muss endlich folgen. Wir brauchen eine Landesgesellschaft für Moorschutz, die das Moormanagement zusammenführt und beschleunigt, damit das Große Moor bei Gifhorn trotz Klimaerwärmung eine Überlebenschance hat.“

Imke Byl

Mitglied des Niedersächsischen Landtags

Sprecherin für Umwelt, Energie, Klimaschutz und Frauenpolitik

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