Pressemitteilung

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN befürworten Solarpark in Zicherie

In Zicherie soll ein Solarpark mit einer Fläche von etwa 80 Hektar entstehen. Ein Konzept von Seiten des Investors wurde dem Fleckenrat bereits im Mai vorgestellt.

Nun gilt es einen Aufstellungsbeschluss für das Bauleitverfahren auf den Weg zu bringen.

Die Ziele sind klar: Das Land Niedersachsen will bis 2040 65 GW Solarenergieleistung installieren, wovon etwa 15 GW in Ermangelung von Dach- und sonstigen bereits überbauten Flächen auf Freiflächen installiert werden müssen. Das bedeutet einen Flächenbedarf von 0,3% der Landesfläche bzw. 0,6% der landwirtschaftlichen Fläche.

Landwirtschaft, Energiewende und Naturschutz

Vor diesem Hintergrund befürworten wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN das geplante Projekt in Zicherie und fordern eine zügige Umsetzung.

Die Zielfläche zwischen Zicherie und Tülau gehört aufgrund seiner minderwertigen Bodenqualität in den Bereich der benachteiligten Gebiete und bietet sich deshalb für so ein Projekt an. Es gibt außerdem Ideen für eine weitere landwirtschaftliche Nutzung. Denkbar wäre die Flächenpflege mit Schafshaltung zu verbinden.

Auf diese Weise kann man Landwirtschaft, Energiewende und Naturschutz gut miteinander in Einklang bringen, da die Flächen durch das Aussetzen von Düngung ökologisch aufgewertet werden, saubere Energie erzeugen und gleichzeitig durch die Schafshaltung einen landwirtschaftlichen Nutzen behalten.

Die Zeit drängt, dass wir uns schnellstmöglich aus der russischen Gasabhängigkeit befreien. Hier haben wir jetzt vor Ort die Chance einen entscheidenden Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien und somit zur Energiewende zu leisten, denn die Flächen stehen bereits zur Verfügung. Deshalb sollte die Gemeinde nun auch die Voraussetzungen für eine zügige Umsetzung schaffen.

Kriterien und Bürgerbeteiligung

Natürlich müssen – so wie bei jedem baulichen Projekt – die Auswirkungen auf Natur, Landschaft und Mensch so gering wie möglich gehalten werden. Dies gilt es durch die Definition und Einhaltung entsprechender Kriterien im Vorfeld abzusichern. Auch müssen gleichzeitig bereits versiegelte Flächen wie Dachflächen in kommunalem Eigentum auf Eignung für Solaranlagen geprüft werden.

Positiv bewerten wir auch die bereits im Konzept enthaltene angestrebte Bürgerbeteiligung. Es ist wichtig den Bürgern und Bürgerinnen die Möglichkeit zu geben von dem Projekt zu profitieren, denn schließlich verändert sich ja auch das Landschaftsbild vor ihrer Haustür. Allerdings darf diese Veränderung des Landschaftsbildes kein Hinderungsgrund für das Projekt sein. Dafür ist die Lage einfach zu ernst.

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